KI-Video- & Storyboard-Glossar
Verständliche Definitionen der Begriffe hinter KI-Videogenerierung und Storyboards — vom Storyboard und der Shotliste bis zu den Generierungsmodi (t2v, i2v, r2v), die dir in jedem modernen Tool begegnen.
Storyboard & Vorproduktion
- Storyboard
- Eine geordnete Folge von Einstellungen — jede als Bild oder Beschreibung mit Bildausschnitt und Aktion —, mit der du den Film schon vor dem Dreh siehst. In KI-Workflows trägt jedes Feld oft den Prompt, der es generiert.
- Shotliste (Einstellungsliste)
- Die strukturierte Textaufschlüsselung jeder Einstellung einer Szene: Nummer, Typ (Totale / Halbnah / Nahaufnahme), Kamerawinkel, Bewegung, Motiv und Dauer. Die Shotliste ist die „Tabellen“-Version des Storyboards.
- Animatic
- Eine getimte Diashow der Storyboard-Bilder, oft mit provisorischem Ton, um das Timing zu prüfen, bevor es Material gibt. Ein Animatic ist eine Abfolge von Standbildern — kein generiertes Video.
- Logline
- Ein einziger Satz, der eine Geschichte einfängt: Hauptfigur, Ziel, Hindernis und Einsatz. Das Briefing, an dem sich jede spätere kreative Entscheidung misst.
- Treatment / Exposé
- Eine kurze Prosafassung der ganzen Geschichte — meist ein bis zwei Seiten, ohne Dialog —, vor dem Drehbuch geschrieben, damit sich Strukturprobleme günstig beheben lassen.
- Drehbuch
- Das formatierte Skript eines Films: Szenenüberschriften, Aktion und Dialog. In einem KI-Storyboard-Workflow wird das Drehbuch zuerst gesperrt und dann in Einstellungen zerlegt.
- Establishing Shot (Einführungseinstellung)
- Eine Totale, meist zu Beginn einer Szene, die Ort und räumliche Geografie setzt, damit das Publikum weiß, wo es ist, bevor enger auf die Aktion geschnitten wird.
- Schnitt
- Der Übergang von einer Einstellung zur nächsten. Erst das Planen des Schnitts zwischen den Einstellungen lässt ein Storyboard als durchgehende Bewegung lesen statt als Galerie einzelner Bilder.
KI-Generierungsmodi
- Text-zu-Video (t2v)
- Einen Videoclip direkt aus einem Text-Prompt generieren, ohne Eingabebild.
- Bild-zu-Video (i2v)
- Ein Standbild animieren: Du lieferst ein Startbild, und das Modell erzeugt daraus die Bewegung.
- Referenz-zu-Video (r2v)
- Video aus einem oder mehreren Referenzbildern generieren, die Figur, Stil oder Motiv vorgeben — ohne ein striktes erstes Bild festzulegen.
- Erstes und letztes Bild (firstlast)
- Ein Start- und ein Endbild vorgeben; das Modell generiert die verbindende Bewegung dazwischen.
- Text-zu-Bild (t2i)
- Ein Standbild aus einem Text-Prompt generieren.
- Bild-zu-Bild (i2i)
- Ein vorhandenes Bild per Prompt bearbeiten oder umstilisieren und dabei den Kerninhalt bewahren — für Outfit-Wechsel, Mimikänderungen und Referenz-Aufbereitung.
KI-Video-Konzepte
- Figurenkonsistenz
- Eine Figur über mehrere Einstellungen und Generierungen hinweg wie dieselbe Person aussehen lassen — Gesicht, Outfit, Statur —, indem Identitäts-Referenzbilder und eine Persönlichkeit an eine wiederverwendbare Figur gebunden werden, statt sie in jedem Prompt neu zu beschreiben.
- Video-Prompt
- Die strukturierte Beschreibung, die für eine Einstellung an ein Videomodell geht — meist ein erstes Bild, die Bewegung durch die Einstellung und ihr Endpunkt — plus Referenzbilder und Stil.
- Multi-Modell-Plattform
- Eine Plattform, die aus einem Konto Zugriff auf viele KI-Modelle gibt (z. B. Sora 2, Kling, Seedance, VEO), sodass du jede Einstellung an das passende Modell schicken kannst, statt an eine Engine gebunden zu sein.
- Frame-Chaining (Bildverkettung)
- Das letzte Bild einer Einstellung als erstes Bild der nächsten verwenden, damit eine fortlaufende Aktion über den Schnitt hinweg kohärent bleibt.
Bereit, es auszuprobieren?